Wer eine Website betreibt, möchte wissen, ob sie tatsächlich funktioniert. Besucherzahlen sind dabei kein Selbstzweck, sondern ein wichtiger Anhaltspunkt, um Inhalte, Struktur und Angebote gezielt zu verbessern.
Ohne Daten bleibt jede Optimierung ein Bauchgefühl. Mit realistischen Einschätzungen lässt sich dagegen beurteilen, ob eine Website Reichweite aufbaut, wo Nutzer abspringen und welches Potenzial noch ungenutzt ist.
Für die eigene Website kommen dafür Tracking Tools wie Google Analytics, Google Search Console oder Matomo zum Einsatz. Doch oft möchte man auch Besucherzahlen anderer Websites einschätzen, etwa zum Vergleich, zur Marktanalyse oder um das eigene Projekt besser einzuordnen.
In diesem Artikel wird gezeigt, wie sich Besucherzahlen grob einschätzen lassen, welche Rolle Conversion dabei spielt, warum sie oft wichtiger ist als reiner Traffic und wie man Conversion sinnvoll berechnet. Außerdem wird erklärt, wie Tools wie Similarweb genutzt werden können, um Vergleiche anzustellen, ohne Zugriff auf fremde Tracking Daten zu haben.
Warum Besucherzahlen nicht öffentlich einsehbar sind
Besucherzahlen gehören zu den internen Daten einer Website. Sie werden über Tracking Tools gemessen, die nur der Website Betreiber selbst einsehen kann. Es gibt keine öffentliche Datenbank, in der man nachschauen kann, wie viele Besucher eine beliebige Website hat.
Das hat mehrere Gründe. Zum einen sind diese Daten Teil der Geschäftsstrategie. Zum anderen unterliegen sie dem Datenschutz. Tracking Informationen enthalten sensible Nutzerdaten und dürfen nicht frei zugänglich sein.
Deshalb ist es nicht möglich, exakte Besucherzahlen fremder Websites zu sehen. Alles, was man dazu findet, sind Schätzungen. Diese können hilfreich sein, sollten aber immer als Näherung verstanden werden, nicht als absolute Wahrheit.
Wie Besucherzahlen trotzdem eingeschätzt werden können
Auch wenn exakte Zahlen nicht öffentlich sind, gibt es Tools, die Besucherzahlen annähernd schätzen. Sie nutzen dafür große Datenmengen aus Browser Erweiterungen, Panels, ISP Daten und öffentlichen Quellen.
Solche Schätzungen sind besonders nützlich, um:
Websites miteinander zu vergleichen
Marktgrößen einzuschätzen
die eigene Website besser einzuordnen
Eines der bekanntesten Tools dafür ist Similarweb.
Im Bild zu sehen: Dashboard von Similarweb um Besucherzahlen einer Website zu schätzen
Similarweb als kostenloses Einstiegstool
Similarweb ist ein Analyse Tool, mit dem sich Besucherzahlen und Traffic Quellen von Websites grob einschätzen lassen. Es eignet sich besonders gut für Einsteiger, da es in der kostenlosen Version ohne großen Aufwand nutzbar ist.
In der Gratis Version lassen sich:
bis zu fünf Websites pro Monat analysieren
geschätzte monatliche Besucherzahlen ansehen
grobe Trends erkennen
Für die Nutzung ist ein kostenloser Account notwendig. Die angezeigten Zahlen sind keine exakten Messwerte, sondern Schätzungen.
Gerade für kleinere Budgets und erste Vergleiche sind sie jedoch sehr hilfreich.
Warum Besucherzahlen einer Website allein wenig aussagen
Viele Einsteiger konzentrieren sich stark auf die Anzahl der Besucher. Dabei ist Traffic allein kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist, was Besucher auf der Website tun.
Eine Website mit 1.000 Besuchern pro Monat und einer klaren Zielerreichung kann erfolgreicher sein als eine mit 10.000 Besuchern, die sofort wieder abspringen.
Genau hier kommt das Thema Conversion ins Spiel.
Was Conversion bedeutet und warum sie wichtig ist
Eine Conversion beschreibt eine gewünschte Aktion, die ein Besucher auf einer Website ausführt. Das kann zum Beispiel sein:
eine Kontaktanfrage
ein Kauf
eine Newsletter Anmeldung
ein Download
Die Conversion Rate zeigt, wie viele Besucher diese Aktion tatsächlich ausführen.
Beispiel:
100 Besucher
5 Anfragen
= 5 Prozent Conversion Rate
Diese Kennzahl ist oft wichtiger als die reine Besucherzahl, weil sie zeigt, wie gut eine Website funktioniert.
Conversion Rate = (Anzahl der Conversions ÷ Anzahl der Besucher) × 100
Besucherzahlen entfalten ihren Wert erst im Vergleich. Eine einzelne Zahl sagt wenig aus, wenn sie nicht eingeordnet wird.
Wettbewerber
ähnliche Angebote
Websites mit vergleichbarer Zielgruppe
So lässt sich erkennen, ob eine Website eher unterdurchschnittlich, durchschnittlich oder stark besucht ist. Genau dafür eignen sich Schätzungstools wie Similarweb besonders gut.
Der Vergleich hilft dabei, realistische Erwartungen zu entwickeln und die eigene Website gezielt weiterzuentwickeln.
Fazit
Besucherzahlen sind ein wichtiges Werkzeug, um Websites einzuordnen und zu vergleichen. Sie zeigen, ob Reichweite vorhanden ist und wie sichtbar ein Angebot grundsätzlich ist. Gleichzeitig sind sie niemals die ganze Wahrheit.
Exakte Besucherzahlen fremder Websites sind nicht öffentlich zugänglich. Tools wie Similarweb liefern deshalb nur Schätzungen, die als Orientierung dienen sollten, nicht als feste Messgröße. Gerade für Einsteiger und kleinere Budgets sind sie dennoch sehr hilfreich, um Marktgrößen zu vergleichen und erste Einschätzungen zu gewinnen.
Entscheidend für den Erfolg einer Website ist nicht allein der Traffic, sondern das Verhalten der Besucher. Conversion zeigt, ob Nutzer handeln, Anfragen stellen oder Angebote nutzen. Erst das Zusammenspiel aus Besucherzahlen und Conversion ermöglicht sinnvolle Optimierung.
Wer die eigene Website verbessern möchte, sollte Besucherzahlen vergleichen, Conversion klar definieren und Daten als Grundlage für Entscheidungen nutzen. Zahlen sind nämlich ein nützliches Werkzeug, um Websites gezielt weiterzuentwickeln.
Besucherzahlen zeigen Reichweite. Conversion zeigt, ob eine Website wirklich funktioniert.