Mein erstes WordCamp: Ein Wochenende voller Insights und Inspiration in Pisa

5 Dinge, die ich von meinem ersten WordCamp in Pisa mitgenommen habe

4 Minuten Lesezeit

Oculus an einer Backsteinwandder Venue mit dem Schriftzug „WordCamp Pisa“ 2025 auf blauem Hintergrund. Daneben sitzt das gelbe WordPress-Maskottchen Wapuu und hält das WordPress-Logo.

Fünf Erkenntnisse, die ich vom WordCamp Pisa 2025 mitgenommen habe

Die Community ist das Herz von WordPress

Eigentlich wollte ich im Oktober zum WP-Camp nach Verona fahren, doch kurzfristig wurde daraus leider nichts. Der Wunsch, endlich einmal ein WordPress-Event live mitzuerleben, ließ mich aber nicht los. Also behielt ich das WordCamp Pisa im Blick – und irgendwann packte mich die spontane Lust, einfach hinzu­fahren. Ein Ticket, eine Unterkunft und die Zugfahrt waren schnell gebucht.

Am 20. November 2025 ging es los: Die Zugfahrt war überraschend entspannt, in Pisa angekommen bezog ich meine Unterkunft und gönnte mir ein gemütliches Essen. Tintenfisch musste es sein und er war unheimlich lecker. Eine perfekte Einstimmung auf ein aufregendes Wochenende.

Ein herzlicher Start: Mein Contributor Day

Der Freitag begann direkt mit dem Contributor Day – meinem allerersten. Schon beim Ankommen wurde ich unglaublich herzlich aufgenommen. Die Atmosphäre war offen, warm und familiär, sodass ich mich sofort wohlfühlte.

Beim Contributor Day gab es verschiedene Tische:
Core, Support, Accessibility, Polyglots und noch viele mehr. Ich entschied mich für die Polyglots, weil ich sehr gerne zur Internationalisierung von WordPress beitrage. Also übersetzte ich englische Strings ins Italienische für verschiedene Plugins – darunter eines meiner Lieblingsplugins (was sonst?): Advanced Custom Fields.

Mittags gab es zwei riesige, belegte Brote (die WordPress-Community weiß einfach, wie man Leute glücklich macht). Später lernte ich beim Essen noch eine weitere Teilnehmerin kennen – ein inspirierendes, herzliches Gespräch, wie man es bei WordCamps so oft erlebt.

Der Konferenztag: Vorträge, Learnings und viele „Aha-Momente“

Am nächsten Tag starteten die Vorträge. Ich hatte keine konkreten Erwartungen, aber was ich mitgenommen habe, sind Insights, die mich in meiner Arbeit nachhaltig beeinflussen werden. Und hier kommen sie – meine fünf wichtigsten Learnings vom WordCamp Pisa:

Meine 5 wichtigsten Learnings vom WordCamp Pisa

 

  1. WordPress Core ist eines der sichersten CMS überhaupt.
    Die eigentlichen Schwachstellen entstehen fast immer durch Plugins oder Themes, vor allem wenn sie veraltet, nicht gepflegt oder schlecht erreichbar sind. Die Core-Security ist beeindruckend stabil.
  2. WordPress ist unfassbar flexibel.
    Eigenes Theme? Premium Theme? Block Theme? Classic Theme? Alles möglich.
    Und besonders spannend: Seit WordPress 6.5 gibt es die Interactivity API – ein Gamechanger, mit dem man komplexe, app-ähnliche Projekte bauen kann. Das möchte ich auf jeden Fall ausprobieren!
  3. Der große Bug Hunt 2024 hatte enorme Auswirkungen.
    Über 1.000 Plugins und 35 Themes wurden aus dem Repository entfernt – vor allem, weil die Anbieter nicht erreichbar waren, nachdem Sicherheitslücken gemeldet wurden.
    => Wichtigste Erkenntnis: Wer Plugins/Themes anbietet, muss gut sichtbare und funktionierende Kontaktmöglichkeiten haben.
  4. Gen Z hat ein anderes digitales Verhalten – auch für Webdesign & SEO wichtig.
    Gen Z telefoniert kaum, erwartet alles per Knopfdruck und interpretiert Icons anders als Gen Y.
    Sehr spannend für User Experience, Interface Design und Conversion Optimierung.
  5. Die WordPress-Community ist außergewöhnlich warmherzig – aber Nachwuchs fehlt.
    Die Community ist international, kreativ, offen und unglaublich kooperativ.
    Gleichzeitig merkt man, wie schwer es ist, jüngere Menschen für WordPress zu begeistern. Das hat mich nachdenklich gemacht – und bestärkt, selbst aktiv etwas beizutragen.

Ein Abend voller Austausch und eine Party, die alles abrundete

Nach den Vorträgen ging es weiter mit einer großen Party.
Es wurde getanzt, gelacht, getrunken – und es gab erneut ein riesiges Buffet. Die Gespräche waren tief, inspirierend und herzlich. Solche Abende bekommt man nur in einer Community, die wirklich zusammenhält.

Mein Fazit

Ein WordCamp ist jeden Cent wert.
Ja, man investiert in Anreise und Unterkunft – aber was man zurückbekommt, ist unbezahlbar:

  • Neue Kontakte
  • Neue Motivation
  • Echtes Gemeinschaftsgefühl
  • Fachliche Insights
  • Freude am Teilen und Lernen

Ich bin unglaublich dankbar, dass ich hin­gefahren bin.

Ausblick: Wien, ich komme – und die Interactivity API auch

Für mich steht fest: Das nächste WordCamp kommt bestimmt – und ich werde auf jeden Fall beim WordCamp Wien dabei sein.
Außerdem möchte ich unbedingt die Interactivity API testen. Ich bin gespannt, welche spannenden Projekte ich damit in Zukunft umsetzen werde – vielleicht sogar etwas in Richtung „Netflix-Style“!

 

 

Du interessiert dich für WordPress Interactivity API?

Hier ein LINK: https://wpmovies.dev/